Liebe Abonnenten !

Unser Abo muss dieses mal leider etwas kürzer ausfallen, darum fangen wir gleich mal an und zwar mit dieser Email: Betr.: Bitte tut hier was dagegen

Christus sei mit euch, hallo Chick-Comics-Redaktion, ich habe gerade in einem Forum gelesen, dass sich dort jemand von eueren Heften extra die schlechtesten bestellt. Diese scheint er dann absichtlich unter zwielichten Leuten und Antichristen zu verteilen, extra um das Christentum schlecht zu machen! Wenn das wahr ist: Bitte lasst das nicht zu! Könnt ihr diesen Mann nicht in euerer Kundenkartei ausfindig machen und ihm keine Hefte mehr liefern? Diesem Treiben muss man doch irgendwie Einhalt gebieten können. Entschuldigt mein Entsetzen, aber ich habe es gerade erst gelesen und bin sehr erschrocken. Hier ist der genannte Beitrag in dem Forum:

http://rafa.foren-city.de/topic,159,-chick-comix.html

Bitte tut hier etwas dagegen! Herzliche Grüße und GBY/GSD Euer Gernot

Na? Könnte man nicht meinen, dass sich hier ein echt frommer, ums Evangelium besorgter Bruder im Herrn meldet? Weit gefehlt! Und das war mir auch sofort klar. Trotzdem hat unser Webmaster gleich mal nachgeforscht.

Dabei ist heraus gekommen, dass sich in dem oben genannten Forum überwiegend Wochenendsatanisten austauschen. Sie ziehen da über die lahmen Christen und die hässlichen Chick-Comics her. Und Gernot heißt gar nicht so, sondern er ist ein Mädchen aus Nürnberg, das davon berichtet, wie sie in einem unbeobachteten Moment in der Garderobe der Death-Metal-Disco Walhalla in die Taschen all der dort hängenden schwarzen Lederjacken, extra die schlechtesten Chick-Traktate gesteckt hat. Die Schlechtesten sind in diesem Fall die, in denen über den Teufel aufgeklärt und vor seinen Verführungen gewarnt wird.

Als die Jackenbesitzer später die Heftchen entdeckten, hat Rahel (Name von der Redaktion geändert) so getan, als hätte sie nichts damit zu tun und hat sich zusammen mit den anderen Satanisten über die Comics kaputt gelacht, das fotografiert und ins Internet gestellt. Ist das nicht albern?

In Ihren Chat-Mails erzählt Rahel davon, dass sie einfach nur etwas glauben könne, was wissenschaftlich beweisbar wäre, und darum glaube sie an Satan. Ist der den wissenschaftlich beweisbar? Na klar: Anhand der Verbrechensstatistik!

Natürlich konnten wir Rahel gleich in unserer Kundenkartei ausfindig machen. Sie hatte tatsächlich schon zweimal Traktate bei uns bestellt: im Februar ‘05 50 Stück und im Januar ‘06 115 Stück, und sie hat diese sogar bezahlt! Ist das nicht süß? Da konnte ich einfach nicht widerstehen und habe ihr alle Neuerscheinungen per Schneckenpost als Muster geschickt, zusammen mit dem Vermerk: „Hallo Rahel! Hier mal die neuesten Comics für deinen nächsten Discoeinsatz. Mal ehrlich: Ich gönn euch Satanisten das bisschen Spaß im Leben. Schließlich habt ihr ja auch hinterher nichts mehr zu lachen. In der Bibel sagt Satan: „Ihr werdet mitnichten sterben!“ Aber glaub du ruhig weiter den Lügen dieser Schlange! Dafür gibt es ja die Religionsfreiheit.“ Gruß R.

Erstmal kam keine Reaktion, aber dann, 2 Wochen später, passierte folgendes: Es war Freitag halb 2, ich kam gerade noch halb betäubt vom Zahnarzt, als ich mein Mailprogramm öffnete, um vor dem Mittagsschläfchen noch mal die Emails abzurufen. Da sagte das Programm: Sie haben 1856 Emails, die jetzt vom Server abgerufen werden! 1856 in 4 Stunden! In 4 Stunden kommen normalerweise höchstens 40. 1856 Emails, die alle genauso aussahen, wie die, die unser Warenkorbsystem herstellt, wenn jemand online was bestellt. Sie sahen zwar so aus, aber es waren nicht wirklich Bestellungen, sondern da hatte ein "Hacker" einen Spam-Roboter auf unsere Homepage losgelassen, der automatisch ununterbrochen neuen Fake-Bestellungen produzierte. 1856 Emails, von denen jede per Hand dreimal gelöscht werden musste. Ich fing sofort an, doch während dessen kamen immer noch mehr neue!

Es half nichts: Wir mussten den Warenkorb abstellen und erst mal ein zusätzliches Sicherheitssystem einbauen, was 8 Stunden dauerte, und was dieser "Hacker" (Anmerkung des Redaktionswebmasters: Wer ein Auto aufbrechen kann, ist noch lange kein KFZ-Schlosser. Genausowenig sind Leute, die ein Tool zum Schwachstellentesten von Webapplikationen in die Hand bekommen & gerade mal aufs Knöpfchen drücken können, echte Hacker, sondern nur kleine Scriptkiddies. Hacker zerstören nicht, sondern plegen und bauen ihre Systeme aus. Tschuldige, Reinhard. Mußte mal gesagt werden. Webmaster aus.), aber 3 Tage später war der Störenfried wieder da. Das merkten wir, als plötzlich trotz Sicherheitssystem derselbe Angriff noch mal stattfand. Also musste noch ein Sicherheitssystem her. Seit dem ist Ruhe, so lange wie‘s dauert.

Jetzt weiß man ja nicht, wer dahinter steckt, aber „zufällig“ erschien bei Chick-USA dieses neue Comic-Traktat auf englisch und ich dachte gleich, das ist doch was für Rahel! Hallo Rahel, wenn du das hier liest: Hoffentlich ist dir das auch schlecht genug! Wir brauchen Verteiler wie dich, die sich in die Höhle des Löwen trauen! Das WORT spricht für sich!